Künstlerhauspassage, Vienna, 2013

Photo Schweifer 136x216mm 150pxl

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photos: Petra Schweifer

Zuerst die Geschichte mit dem Vogel: Vorübergehend ist eine Schnur zwischen einem der Bäume und der Stange des Terrassendaches gespannt. Ein Vogel fliegt voll Freude darauf zu, erleichtert, sich ausruhen zu können. Er landet, zuversichtlich, endlich festen Halt unter den Füßen zu haben. Doch in dem Moment als er landet, schwingt er plötzlich nach vor und nach hinten, nach vor und nach hinten, vor und zurück. Verwirrt schlägt er mit seinen Flügeln, immer vor und zurück schaukelnd. Er versucht verzweifelt in den Stillstand zu kommen, seine Kräfte zu sammeln. Vor und zurück. Vor und zurück. Und da, mit einem Schwung, schafft er es sich auf einen nahen Ast zu retten. Endlich! Die Erleichterung ist ihm in seinem Gesicht richtig anzusehen.

In der Passage ist Malerei. Sie sammelt sich an. Alles wird für das Malen zusammengesammelt, zerlegt und aufgebraucht. Das Aufbrauchen ist wichtig. Das Aufbrauchen des Materials und der Gedanken.
Ob böse, ob schön, ob grausam, ob zärtlich.

Petra Schweifer, 2013

zine